Entropie-Kraftmaschine

Die Idee eines Wassermotors

Wir finden eine Vielzahl von selbständig ablaufenden Prozessen, mit denen eine Entropiezunahme einhergeht. Beispiele sind Temperaturausgleich, Mischung, Verdunstung usw. Solche Prozesse können als Entropiequellen betrachten werden.

Die Grundidee für eine Entropie-Kraftmaschine ist, diese Entropiequellen quasi als „Antriebskraft“ zu nutzen und damit in einem (semi-)reversiblen Prozess einen gewissen Anteil von Umgebungswärme in Exergie zu transformieren, die dann für jegliche Energiedienstleistungen (Antrieb, Erwärmung etc) genutzt werden kann. Im Unterschied zu Wärme-Kraftmaschinen, angetrieben von einem Arbeitsstoff als Energielieferant, stellt in diesem Fall die Wärme der Umgebung bei der Temperatur die eigentliche Energiequelle dar. Das mögliche Entropie-Erzeugungspotential wirkt quasi als Stimulans zum Antrieb dieses Prozesses. In der Regel wird man es in solchen Systemen mit einer Kombination von dem „Arbeitsstoff“ und einer Umgebung mit gegebenen thermodynamischen Zustand zu tun haben. Wichtig zu betonen ist, dass das Exergia-Potential des „Arbeitsstoffes“ sich nicht per se sondern sich immer nur in Bezug auf den Zustand der Umgebung angeben lässt. Eine notwendige Bedingung für ein vorhandenes Exergie-Potential des Arbeitsstoffes ist jedoch immer, dass dieser sich nicht im thermodynamischen Gleichgewicht mit der Umgebung befindet, d.h. ein „Entropie-Druck“ herrscht, der die Entwicklung des System hin zum Gleichgewicht stimuliert.

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